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Hörgeschädigte – unterstützende Hilfsmittel

Von Elsner Pflege 31. März 2014 Oktober 8th, 2018 Keine Kommentare

Mit zunehmendem Alter ist meist auch der Gehörsinn beeinträchtigt. Dennoch trifft das nicht nur auf die ältere Generation zu. Aber was tun, wenn man nicht gut oder gar nicht mehr hören kann. In diesem Fall ist nimmt man die anderen Sinne in Anspruch.

Familie und Freunde sind ein wichtiger Teil eines jeden Menschen und spielen somit eine große Rolle im Leben. Gerade mit diesen möchte man in Verbindung bleiben und die Zeit gemeinsam verbringen. Weiters möchte auch diese Menschen einem Beruf nachgehen.

 

Akustische Signale

Bestimmte Gebrauchsgegenstände sind entsprechend ausgestattet, dass sie auf akustische Signale aufmerksam machen und somit auf wichtige Sachen hinweisen und sogar gefährliche Situationen vermeiden können.

Diese entwickelten Spezialgeräte stellen für diese Menschen einen lebensnotwendigen Bestandteil dar und sie ersetzen die akustische Wahrnehmung. Desweiteren sorgen die technischen Hilfsmittel für mehr Lebensqualität

Beispielsweise sind Türklingeln, Rauchmelder, Telefone, Wecker uvm mit speziellen Funktionen ausgestattet. Die Signalisierung kann mit Licht, Vibration oder mit sehr lautem Signalton erfolgen

 

Türklingel

Verschiedenste Unternehmen bieten bewährte Lösungen an, die Probleme haben die Türklingel zu hören. Z.B. mittels einer kompletten, montagefreien Türklingelsignalisierung auf eine Blitzlichtlampe. Das heißt, dass der Türklingelsender die vorhandene Türklingel erkennt und dies per Funk auf die Tischblitzlichtlampe signalisiert. Konkretes Beispiel: Frau Müller besucht ihre schwerhörige Freundin. Frau Müller klingelt an der Haustür und das Gerät erzeugt einen Lichtblitz. So weiß nun die Freundin, dass jemand draußen an der Haustür geklingelt hat. In diesem Fall ihre Freundin Frau Müller.

Es gibt aber auch Signalgeber, die durch Vibrationen erfolgen. Diejenigen, die bezüglich des Gehörs nur ein wenig eingeschränkt sind, können Geräte nutzen, die einen besonders lauten Ton von sich geben. Zu beachten ist jedoch, in welcher Wohnumgebung man lebt. In einem Mehrfamilienhaus ist das sicher nicht sinnvoll.

Die gleiche Vorgehensweise ist auch bei Telefonen zu verfolgen.

 

Wecker und andere Uhren

Meist werden die Hörgeräte über Nacht rausgenommen. Das heißt, Gehörlose und Schwerhörige können das Klingeln eines Weckers gar nicht wahrnehmen. Auch hier gibt es komfortabel Lösungen – beispielsweise machen sich bestimmte Uhren durch ein sogenanntes Blitzlicht und / oder Vibrationen erkennbar und somit sichtbar. Es gibt sogar Wecker, die ein Vibrationskissen beinhalten. Das heißt man legt sich das Kopfkissen unter den Kopf und man spürt es, wenn es anfängt zu vibrieren. Untertags bedient sich der Wecker eines Blitzlichtes. Diese Wecker gibt es in klein und groß. Besonders die Zifferblätter sind sehr gut beleuchtet. Auch Armbanduhren machen beispielsweise durch Vibration auf selbst eingestellte Weckzeiten aufmerksam.

 

Handys

Auch Handys müssen für Hörgeschädigte speziell und somit anders ausgestattet sein. Das ist eine Voraussetzung, um das Handy überhaupt benutzen zu können. Auch diesbezüglich hat sich einiges in der Entwicklung in den letzten Jahren getan. Für Hörgeschädigte sind natürlich das SMS (Short Message Service) und das MMS (Multimedia Messaging Service) eine tolle Hilfsstellung und trägt zur Bereicherung des Lebens bei.

 

Kopfhörer

Auch bei den Hörverstärkern fand eine gute Entwicklung statt. Beispielsweise helfen sie Betroffenen beim Fernsehen oder Musikhören. Das erfolgt so, dass die Töne über einen bequemen Kinnbügelhörer empfangen werden können. Somit können die Betroffenen den Kopfhörer auf das Lautstärke-Volumen einstellen, dass sie etwas hören und gleichzeitig die Mitbewohner nicht belästigen. Mit passendem Zubehör können die Klänge sogar an das Hörgerät übertragen werden.

Gerade Betroffene meiden oft Veranstaltungen, weil sie häufig aufgrund der wahrgenommenen Nebengeräusche große Probleme haben, die Musik, das gesprochene Wort uvm. klar zu verstehen. Mit der passenden Einstellung kann man selbst Veranstaltungen wieder gerne besuchen.

Die Kommunikationssysteme können auch mit einem Mobiltelefon verbunden werden.

 

Rauchmelder

Das Handicap der Gehörlosigkeit oder Schwerhörigkeit hat auch die Unternehmen mit den Rauchmeldern beschäftigt und speziell für diese Menschen Rauchmelder bzw. Alarmierungseinrichtungen entwickelt.

Umgesetzt wird dies meist durch eine extrem helle Blitzlampe, die sogar während des Schlafens die Netzhaut stimulieren und /oder man bedient sich eines Vibrationskissens, welches wir bereits oben erwähnt haben. Mit diesen speziell entwickelten Techniken wird ein rechtzeitiges Aufwachen sichergestellt.

 

Weitere Entwicklungen

Die Technik entwickelt sich auch in diesem Bereich rasant weiter. Diesbezüglich wird sich in den nächsten Jahren einiges tun, um die Lebensqualität dieser Menschen weiter zu verbessern. Wir sind gespannt!

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